EMO Hannover 2019, 16. bis 21. September

    EMO Hannover 2019, 16. bis 21. September
    EMO News

    Mit Volldampf zur gemeinsamen Sprache für Werkzeugmaschinen

    Interessenten sind eingeladen, sich bei umati zu beteiligen

    08.01.2019
    umati_RGB_bis 300mm

    Frankfurt am Main, Nürnberg, 28. November 2018umati (universal machine tool interface) nimmt eine weitere Hürde auf dem Weg zum allgemein anerkannten Standard. Der VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) richtet zusammen mit der OPC Foundation dazu eine so genannten Joint Working Group ein. Ab sofort sind Interessenten zur Mitarbeit herzlich eingeladen.

    "Die Gruppe nimmt ab Januar 2019 ihre Arbeit auf", sagt Dr. Alexander Broos, Projektleiter für umati beim VDW. "Interessierte Mitglieder der OPC Foundation, des VDW oder angeschlossener Vereinigungen, die an der gemeinsamen Entwicklung von umati nach Maßgabe der so genannten Companion Specifications der OPC Foundation mitarbeiten wollen, können sich gerne melden", so Broos weiter. Der VDW will damit erreichen, dass Kundenbedürfnisse in den Standard einfließen. Das erhöhe die Akzeptanz von umati als weltweit akzeptierter Konnektivitätsstandard.

    Wie bei internationalen Standards üblich, wird ein Entwurf von umati der (Fach-) Öffentlichkeit zur Einsichtnahme, für Anmerkungen und Kommentare präsentiert. Nach Abschluss einer Frist werden die eingegangenen Kommentare soweit wie möglich eingearbeitet und ein endgültiger Standard verabschiedet. Im Gegensatz zur klassischen Standardisierungsorganisation gehören bei OPC UA dazu auch Konfigurationsdateien, die das Aufsetzen eines so genannten OPC-Servers erleichtert, der dann die eigentliche Kommunikation übernimmt.

    Grundlage für umati ist eine Initiative führender deutscher Werkzeugmaschinenhersteller unter dem Dach des VDW. Sie wollen die Anbindung von Werkzeugmaschinen an unterschiedliche kundenseitige IT-Infrastrukturen erleichtern. Bereits seit Oktober 2017 arbeitet ein Projektteam mit den Werkzeugmaschinenherstellern Chiron, DMG Mori, Emag, Grob, Heller, Liebherr-Verzahntechnik, Trumpf und United Grinding, an der Schnittstelle. Unterstützt wird dieses Kernteam durch die Steuerungshersteller Beckhoff, Bosch Rexroth, Fanuc, Heidenhain und Siemens. Des Weiteren wird die Gruppe durch das Institut ISW der Universität Stuttgart begleitet. Außerdem sind mittlerweile die Unternehmen GF Machining Solutions und Pfiffner (FFG Gruppe) integriert.

    Erste Feuerprobe bestanden

    Die erste Feuerprobe bestand umati im Rahmen eines Showcases auf der AMB 2018. Insgesamt wurden 15 Maschinen von neun Herstellern mit fünf Steuerungsplattformen an zahlreiche Kommunikationspartner angebunden. Grundlage war ein Auszug des ersten Parametersatzes, der bis dahin gemeinsam definiert worden war. Die beteiligten Unternehmen berichten, dass die Vernetzung zwischen 8 und 16 Stunden in Anspruch genommen hat.

    "Der nächste große Meilenstein für umati ist die Vorstellung eines umfangreicheren Showcases auf der EMO Hannover 2019. Bei der Weltleitmesse für die Metallbearbeitung wollen wir eine deutlich größere Anzahl vor allem auch internationaler Partner für umati vorstellen", kündigt Broos vom VDW an. Dazu führe der VDW intensive Gespräche mit den wichtigsten Marktbegleitern in aller Welt. Neben angestrebten Kooperationen mit Unternehmen stimmt sich der VDW eng mit den jeweiligen Schwesterverbänden in Europa, den USA, Japan, China und Südkorea ab.

    Weitere Informationen im Internet unter www.umati.info . Interessenten an einer Mitarbeit melden sich unter info@umati.info .

    Hintergrund

    VDW – Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken

    Die Werkzeugmaschinenindustrie gehört zu den fünf größten Fachzweigen im Maschinen- und Anlagenbau. Sie liefert Produktionstechnologie für die Metallbearbeitung in alle Industriezweige und trägt maßgeblich zu Innovation und Produktivitätsfortschritt in der Industrie bei. Durch ihre absolute Schlüsselstellung für die industrielle Produktion ist ihre Entwicklung ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Dynamik der gesamten Industrie. 2017 produzierte die Branche mit rd. 72.500 Beschäftigten (Jahresdurchschnitt 2017, Betriebe mit mehr als 50 Mitarbeitern) Maschinen und Dienstleistungen im Wert von rd. 16 Mrd. Euro. Weitere Informationen unter www.vdw.de .

    OPC Foundation

    Die OPC Foundation ist eine gemeinnützige internationale Standardisierungsorganisation, die sich der Entwicklung und Pflege von Spezifikationen, Technologien und deren Zertifizierung widmet, um einen plattformübergreifenden, herstellerneutralen, sicheren und zuverlässigen Informationsaustausch von eingebetteten Geräten bis in die Cloud zu gewährleisten. Die OPC Foundation wurde 1995 gegründet. Bis heute ist die OPC Community auf über 4.200 Mitglieder angewachsen, die OPC-Produkte mit über 47 Millionen Installationen betreiben. OPC-Spezifikationen stehen allen, auch Nicht-Mitgliedern zur Verfügung; OPC-Implementierungen sind quelloffen auf GitHub verfügbar. Die OPC Foundation bietet ein offenes Zertifizierungsprogramm, das es Mitgliedern und Nichtmitgliedern ermöglicht, ihre Produkte zu zertifizieren.

    OPC UA

    OPC Unified Architecture (OPC UA) ist eine plattform- und herstellerunabhängige Kommunikationstechnologie für einen sicheren und zuverlässigen Datenaustausch über die verschiedenen Ebenen der Automatisierungspyramide. Darüber hinaus bilden die Informationsmodelle des OPC UA Standards die Grundlage für eine semantische Interoperabilität. Weitere Informationen unter www.opcfoundation.org .

    EMO Hannover 2019 – Weltleitmesse der Metallbearbeitung

    Vom 16. bis 21. September 2019 präsentieren internationale Hersteller von Produktionstechnologie zur EMO Hannover 2019 smarte Technologien. Unter dem Motto "Smart technologies driving tomorrow’s production" zeigt die Weltleitmesse der Metallbearbeitung die gesamte Bandbreite moderner Metallbearbeitungstechnik, die das Herz jeder Industrieproduktion ist. Vorgestellt werden neueste Maschinen plus effiziente technische Lösungen, Produkt begleitende Dienstleistungen, Nachhaltigkeit in der Produktion u.v.m. Der Schwerpunkt der EMO Hannover liegt bei spanenden und umformenden Werkzeugmaschinen, Fertigungssystemen, Präzisionswerkzeugen, automatisiertem Materialfluss, Computertechnologie, Industrieelektronik und Zubehör. Die Fachbesucher der EMO kommen aus allen wichtigen Industriebranchen, wie Maschinen- und Anlagenbau, Automobilindustrie und ihren Zulieferern, Luft- und Raumfahrttechnik, Feinmechanik und Optik, Schiffbau, Medizintechnik, Werkzeug- und Formenbau, Stahl- und Leichtbau. Die EMO Hannover ist der wichtigste internationale Treffpunkt für die Fertigungstechnik weltweit. Zur EMO Hannover 2017 zogen fast 2.230 Aussteller aus 44 Ländern rd. 130.000 Fachbesucher aus 160 Ländern an. EMO ist eine eingetragene Marke des europäischen Werkzeugmaschinenverbands CECIMO.

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