EMO Hannover 2019, 16. bis 21. September

    EMO Hannover 2019, 16. bis 21. September
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    Präzisionswerkzeuge

    Ich weiß, wie alt Du wirst!

    Die Kistler Gruppe stellt auf der EMO Hannover 2019 eine gemeinsam mit der Paul Horn GmbH entwickelte, weltweit einzigartige Lösung zur Überwachung von Werkzeugen für Mikro-Drehbearbeitungen vor. Die gewonnenen Daten sollen über die erwartbare Lebensdauer des Werkzeuges informieren.

    15.09.2019
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    Horn und Kistler lancieren Piezo Tool System

    Das Piezo Tool System (PTS) als innovative Lösung zur Werkzeugüberwachung von Mikro-Drehbearbeitungen ist das Highlight der Neuheiten, die Kistler auf der EMO Hannover 2019 aus dem Bereich Zerspankraftmessung präsentiert. Das PTS soll die Zerspankraft in Echtzeit messen und dadurch Aufschluss über die Lebensdauer des Werkzeuges beziehungsweise der Schneidplatten geben, damit sich Produktionsprozesse effizienter gestalten lassen und Kosten sowie Ressourcen eingespart werden können.

    Das Piezo Tool System, das die Kistler Gruppe gemeinsam mit der Paul Horn GmbH entwickelte, besteht aus einem Piezo-Kraftsensor und einer Analysesoftware. Es misst die Zerspankraft und die Werkzeugbelastung, während die Maschine im Einsatz ist. Fehlerhafte Materialien und Schneidstoffe oder auch ein Werkzeugbruch sollen so sofort erkannt werden, was Ausschuss minimiert. Laut ihrer Entwickler eignet sich die neue Lösung vor allem für den Einsatz bei Drehbearbeitungen im Mikrobereich, auch weil alternative Messmethoden wie die Spindelüberwachung wegen minimalen Abweichungen in der Antriebsleistung keine aussagekräftigen Resultate liefern würden. Ebenso könnten mit Körperschallmessungen bei kleinen Werkstücken keine konstanten Ergebnisse erzielt werden. Und auch optische Lösungen würden wegen der eingesetzten Kühlschmierstoffe sowie wegen der hohen Rotationsdrehzahlen beim Bearbeitungsprozess ebenfalls ausscheiden.

    Das PTS, das Zerspankräfte kontinuierlich aufzeichnet, soll mit seinen ermittelten Daten eine Trendanalyse zur Standzeit des Schneidwerkzeuges ermöglichen, um Standzeiten für eine effizientere Produktion besser auszufahren. Gleichzeitig sollen Mitarbeiter die Maschinen nicht mehr permanent überwachen müssen, damit die Produktion teilweise mannlos laufen kann. "Unsere Tests haben gezeigt, dass meist nur das kritische Werkzeug in einem Fertigungsprozess mit PTS ausgerüstet werden muss", erklärt Gunnar Keitzel, Leiter Zerspankraft. "Es wird nicht nur die Standzeit massiv verlängert, auch die Arbeitskräfte können effizienter eingesetzt werden. Ein einzelner Mitarbeiter hat sämtliche Prozesse im Überblick und kann sich so um mehrere Maschinen gleichzeitig kümmern." Die neue Lösung ist kompatibel mit den Standard-Drehhaltern von Horn. Sie soll keinen Eingriff in die CNC-Steuerung erfordern und somit maschinenunabhängig einsetzbar sein.

    KISTLER auf der EMO

    Auf der EMO 2019 konnten Sie KISTLER direkt vor Ort erleben und sich die neuesten Produkte und Services live präsentieren lassen. mehr