EMO Hannover 2019, 16. bis 21. September

    EMO Hannover 2019, 16. bis 21. September
    Startseite>News
    Sondermaschinen

    Finger weg!

    Vor dem Hintergrund, dass sich viele der etablierten Produktschutzkonzepte entweder als zu unflexibel oder unwirtschaftlich erweisen, hat das Dresdner Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik gemeinsam mit der Erich Utsch AG ein neues Verfahren zum Schutz vor Produktpiraterie entwickelt.

    30.01.2018
    fraunhofer_iws_dlip_produktschutzkennzeichen
    fraunhofer iws dlip produktschutzkennzeichen

    Gemäß einer Studie des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) sind inzwischen rund 70 Prozent der Unternehmen in Deutschland von Produkt- oder Markenpiraterie betroffen. Der daraus resultierende Schaden allein für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau wird auf jährlich rund 7,3 Milliarden Euro geschätzt. Da die Nachweispflicht für Patentverletzungen bei den betroffenen Unternehmen liegt, werden insbesondere technologische Produktschutzmaßnahmen zunehmend wichtiger. Das hat auch das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) in Dresden erkannt und sich der Sache angenommen. Gemeinsam mit der Erich Utsch AG hat das IWS einen Prozess zum Schutz von KFZ-Kennzeichenschildern entwickelt, der im Gegensatz zu vielen etablierten Produktschutzkonzepten flexibel zu handhaben und zugleich wirtschaftlich attraktiv ist.

    Die Technik, bei dem Produktschutzmerkmale im Prägeprozess effizient und sicher auf KFZ-Kennzeichen übertragen werden, basiert auf dem Verfahren des direkten Laserinterferenz-strukturierens (DLIP), das einen kohärenten Laserstrahl in zwei oder mehr Strahlen teilt und auf der Prägestempeloberfläche kontrolliert überlagert. Die Besonderheit des entwickelten Prozesses besteht darin, dass er das DLIP-Produktschutzmerkmal in einem Bruchteil der aktuell üblichen Zeit herstellt. Kostenintensive Infrastrukturen, wie sie etablierte Verfahren zum Herstellen von Hologrammetiketten häufig erfordern, können entfallen. Das Verfahren ist zudem so flexibel, dass sich auch komplexe Oberflächengeometrien und Produktschutzmerkmale erzeugen lassen. Die genannten Vorteile sollen den neu entwickelten Produktschutzansatz zu einer vielversprechenden Möglichkeit werden lassen, zukünftig nicht nur KFZ-Kennzeichenschilder einfach und effizient mit Sicherheitsmerkmalen auszustatten.

    Sollte es Probleme mit der Darstellung geben, klicken Sie hier.

    spacer

    FRAUNHOFER IWS auf der EMO

    Nutzen Sie die persönlichen Kontaktmöglichkeiten auf der EMO 2019: Besuchen Sie FRAUNHOFER IWS direkt vor Ort und lassen Sie sich live die neuesten Produkte und Services präsentieren. mehr