EMO Hannover 2019, 16. bis 21. September

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    Additive Fertigung

    Bibendum aus dem 3D-Drucker

    In das gemeinsam mit dem Technologieentwickler und Anlagenbauer Fives gegründete Joint Venture AddUp bringt der vor allem als Reifenhersteller bekannte Michelin Konzern sein über die Jahre erworbenes Know-how im 3D-Metalldruck mit ein.

    17.01.2018
    michelin-vision-reifen
    michelin vision reifen

    Die Prognosen lassen keinen Zweifel zu: Die Potenziale des 3D-Drucks sind so enorm, dass in vielen Branchen kurz- bis mittelfristig klassische Fertigungsverfahren ersetzt werden. So arbeitet zum Beispiel Michelin bereits daran, ganze Reifen im 3D-Drucker entstehen zu lassen. Bis diese aber tatsächlich auf die Straße kommen, dürfte noch so mancher Kilometer gefahren werden. Dennoch ist die so genannte additive Fertigung dreidimensionaler Werkstücke als Industriestandard in den Produktionsprozessen von Michelin bereits heute etabliert. Der schichtweise Aufbau per selektivem Laserschweißen ist fester Bestandteil bei der Entwicklung der hochkomplexen Reifenkochformen für die Vulkanisation. Das Verfahren soll es ermöglichen, Formen zu entwerfen, die mit herkömmlichen Produktionsverfahren der Metallumformung nicht darstellbar sind.

    So enthalten die hoch komplexen Kochformen moderner Winterreifen mit ihren in präzisen Winkeln und Abständen zueinander positionierten Lamellen heute bereits bis zu 4 500 teils sehr filigrane Metallstege. In Voraussicht dieser Entwicklung befasste sich Michelin schon vor 15 Jahren mit den Möglichkeiten der additiven Fertigung im Formenbau und nutzte 3D-Drucker der ersten Generation für den Prototypenbau von Reifenkochformen. 2009 setzte Michelin dann erstmals eigene Maschinen ein, um Formen im Metalldruck zu erstellen. Den aktuellsten Schritt in die Zukunft des Metalldruckes geht Michelin jetzt mit einem Partner: Gemeinsam mit dem französischen Technologieentwickler und Anlagenbauer Fives bildet Michelin das Joint Venture AddUp. Als Spezialist für die additive Fertigung von Metallteilen entwickelt, produziert und vertreibt AddUp Produkte und globale industrielle Lösungen im 3D-Druck. Auf Basis von Stahl-, Nickel-, Titan- oder Aluminiumlegierungen können Werkstücke bis zu einer Größe von 143 Zoll gefertigt werden, damit gehört das Joint Venture zu den führenden Unternehmen am Markt. Das Portfolio des innovativen Gemeinschaftsunternehmens reicht dabei von der Teilefertigung bis zur Entwicklung und Lieferung von kompletten Produktionsmaschinen.

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