EMO Hannover 2019, 16. bis 21. September

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    Projektgeschäft in China treibt die Werkzeugmaschinennachfrage

    Im ersten Quartal 2016 wächst der Auftragseingang der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie im Vergleich zum ersten Quartal 2015 um satte 8 Prozent. Während die Inlandsbestellungen stagnieren, legen die Auslandsorders mit plus 11 Prozent kräftig zu.

    03.05.2016
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    Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinen-fabriken), Frankfurt am Main

    "Im Vergleich zum verhaltenen ersten Quartal 2015 konnte die Werkzeugmaschinennachfrage aktuell ordentlich zulegen", kommentiert Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des Branchenverbands VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschi-nenfabriken) in Frankfurt am Main, das Ergebnis. Der Nachfragezuwachs resultiert vor allem aus dem stattlichen Anstieg im Monat März, und dabei insbesondere aus einem zweistelligen Auftragsplus im nicht-europäischen Ausland. Maßgeblich verantwortlich hierfür ist das gute Projektgeschäft in China, wo insbesondere die Bestellungen von Bearbeitungszentren für positive Sondereffekte sorgten. "Der Markt China ist und bleibt wichtig für uns. Das zeigen die aktuellen Zahlen sehr deutlich. Der Transformationsprozess der chinesischen Industrie ist mit technologischer Aufrüstung verbunden und bei weitem nicht abgeschlossen. Er sollte auch in den kommenden Monaten Potenzial im Auftragseingang deutscher Hersteller bieten", stellt Schäfer fest.

    Während der Euroraum im vergangenen Jahr die treibende Kraft für die Nachfrage deutscher Werkzeugmaschinen war, verzeichnet die Region im ersten Quartal 2016 ein klares Minus von 14 Prozent. Erklären lässt sich dieser vergleichsweise kräftige Rückgang unter anderem mit ausgeprägten Basiseffekten des starken Vorjahreszeitraums. Zudem bekräftigt Schäfer: "Die europäische Industrie hat 2015 kräftig investiert und legt nun nach einer Boomphase eine Verschnaufpause ein." Unterdessen verzeichnen die deutschen Werkzeugmaschinenhersteller im ersten Quartal 2016 ein klares Plus von 18 Prozent aus dem Nicht-Euroraum.

    Das Inlandsgeschäft geht im März auf 17 Prozent zurück und kann damit nicht auf den guten Zahlen der beiden Vormonate aufbauen. Somit schließt die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie das erste Quartal 2016 bei den Inlandsaufträgen mit einer schwarzen Null ab.